Was 2022 wichtig wird, Teil 3: Es geht auch ohne Zertifizierung!

Shownotes

Bei manchen Leuten rufen Compliance-Themen fast schon allergische Reaktionen hervor. Sie werden als leidiges Übel angesehen, viele fühlen sich durch Bürokratie gegängelt und durch sinnlose Regularien vor sich hergetrieben. Gerade in der Kreativbranche, fällt es oft schwer, die Weichen zu stellen. Denn hier galt das „kreative Chaos“ lange Jahre als Nimbus und die ein oder anderen Agentur-Chef:innen sind manchmal sogar regelrecht stolz darauf.

Zum Glück für die deutsche Agenturlandschaft gibt es aber auch die anderen. Das sind diejenigen die mit der Haltung des selbstbestimmten Unternehmertums, die sich weiterentwickeln wollen und den permanenten Wandel als die einzige Konstante nicht nur akzeptieren, sondern zum Prinzip machen.

Damit es nicht langweilig wird, sind Compliance-Themen ständig in Bewegung: Oftmals liegen sie schon länger in der Luft oder tauchen ganz abstrakt zum Beispiel in einer EU-Richtlinie auf – wie es etwa 2018 beim Datenschutz der Fall war. Oder aber sie starten ihre Karriere als eine ISO-Norm. Oder eine mächtige Branche tut sich zusammen und verfasst einen neuen Sicherheitsstandard, den sie fortan von ihren Zulieferern verlangt. So war es etwa 2017 mit TISAX, dem neuen Informationssicherheitsstandard des VDA, des Verbands der Automobilindustrie.